Presseberichte

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„Hohebuch klingt“ – Seifen- und Alphornblasen!

„Hohebuch klingt“ – mit diesem Slogan war Mitte September 2025 zum Alphornkurs für Fortgeschrittene in die Heimvolkshochschule Hohebuch nach Waldenburg, einem Luftkurort im Hohenlohekreis im Nordosten Baden-Württembergs, geladen worden. Ob Landwirtin, Bäcker, Zahnarzt oder Beamtin – die Liebe zum Alphornspielen verband alle Teilnehmer, die aus den verschiedensten Regionen kamen: von Berlin, Hof, Frankfurt, Würzburg, München und sogar der Schweiz reisten Teilnehmer an. Besonders ungewöhnlich war, dass die Frauen diesmal in der Mehrzahl waren! Die Bildungsstätte Hohebuch mit ihrer schönen Lage im Grünen bot den perfekten Rahmen. Das Wetter war herrlich und so konnte auch draußen geprobt werden. Die beiden Dozenten – namentlich Ralf Denninger, u.a. Lehrbeauftragter für tiefe Blechblasinstrumente an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, sowie der Musiker und Musiklehrer Michael Staudenmaier – sind selbst begeisterte Alphornbläser und waren mit so viel Herzblut und Engagement bei der Sache, dass der Funke bei allen sofort übersprang. Die Methoden waren vielseitig: Mit Seifenblasen wurde zum Beispiel die richtige Anblastechnik geübt. Auch wurde festgestellt, dass manche Stücke je nach Spielort anders zu blasen sind: „Uf dr Bänklialp“ wird in der Schweiz traditionell wesentlich langsamer gespielt als in Süddeutschland, damit auch jeder Ton auf dem gegenüberliegenden Berg gut ankommt. Das im Kurs geprobte Repertoire beschränkte sich nicht nur auf traditionelle Rufe und Weisen, sondern es wurden auch die Stilrichtungen Marsch, Polka, Walzer und sogar Samba ausprobiert! So versuchten sich die Teilnehmer zum Beispiel an „Tequila“ oder auch am „Tiger Rag“. Ein Teil der Stücke stammte von Ralf Denninger selbst oder war von ihm für Alphorn bearbeitet. Dank des schönen Wetters konnten die Alphornisten auch nach den gemeinsamen Proben noch lange im Freien zusammensitzen und fachsimpeln. Es gab sogar ein paar, die auch am Abend noch nicht genug hatten und mit Stirnlampe unter dem Sternenhimmel noch weiter musizierten. Andere standen schon früh am Morgen auf der Wiese und begrüßten den Tag mit Alphornklängen. Im großen Saal gab es zum Abschluss des gelungenen Wochenendes ein gemeinsames Werkstattkonzert; knapp 20 Alphörner musizierten zusammen – von traditionell bis modern. Ein ganz besonderes Stück war „We love Africa“ – Afropop mit Alphorn! Das zeigt, dass das Alphorn das verstaubte Image längst hinter sich gelassen hat und offen ist für Neues und die Moderne!

Text: Beatrice Schmeller