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Presse und Publikationen

Ost-West-Begegnung feierte 50-jähriges Jubiläum in Hohebuch - Landwirtschaft auf christlicher Grundlage gestalten

Es war 1958 in Zeiten des kalten Krieges, als sich das Evangelische Bauernwerk in Württemberg unter Leitung seines damaligen Geschäftsführers Dieter Druschel mit einer Delegation der Evangelischen Jugend auf dem Lande und jungen Bäuerinnen und Bauern mit einem Bus aufmachte, erstmals Kontakte nach Thüringen und Brandenburg ebenfalls zu jungen evangelischen Bäuerinnen und Bauern in der damaligen DDR zu knüpfen. Jetzt nach 50 Jahren traf man sich wieder zu einer Jubiläumsbegegnung in der Ländlichen Heimvolkshochschule Hohebuch.

Organisiert von den Alt-Hohebuchern Hans Bauer, Otto Keyl und Peter Deeg kamen rund 60 Teilnehmer aus Württemberg, Brandenburg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen zusammen. Nicht alle sind in der Landwirtschaft geblieben, sondern die Lebenswege sind unterschiedlich verlaufen. Einige wurden Lehrer, Sozialarbeiter, einer ging zur Bank, wie der Hohenloher Bankrebell Fritz Vogt aus Gammesfeld, viele blieben aber auch in der Landwirtschaft: ob in den bäuerlichen Familienbetrieben in Württemberg oder auch in den damaligen LPGen der DDR, wo sich einige nach der Wende als Wiedereinrichter eigener Höfe wiederfanden.

Auch nach dem Bau der Mauer fuhren die Württemberger immer wieder in die DDR, um ihre evangelischen Landfreunde zu treffen. Mit der Wiedervereinigung war es erstmals dann auch möglich, dass die „Ostler" auch nach Württemberg kamen. Jetzt anlässlich des Jubiläumstreffens stellte man fest, dass viele Meinungen zu Landwirtschaft und Politik unterschiedlich ausfielen, die Orientierungshilfe im Leben jedoch die gleiche geblieben ist: der christliche Glaube. Daher war man auch an den vier Hohebucher Seminartagen bei dem Treffen in Hohebuch nicht nur an der Region touristisch interessiert, z.B. einem Besuch in Waldenburg, sondern man setzte sich auf inhaltlich mit aktuellen Fragen auseinander. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks und Agrarbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Clemens Dirscherl, standen heiße Diskussionen zur Grünen Gentechnik, Bioenergie, Klimaschutz und Welternährung auf dem Programm. So unterschiedliche die Meinungen waren, eines wurde deutlich: der Hohebucher Ansatz, sich bei allen unterschiedlichen Meinungen zu akzeptieren, hat auch nach 50 Jahren bei den inzwischen ergrauten einstigen Jungbäuerinnen und -bauern nicht nachgelassen.

Waldenburg-Hohebuch

Dr. Clemens Dirscherl

Foto: Trafen sich nach 50 Jahren wieder in Hohebuch – ehemalige EJL-Mitglieder aus Württemberg, Brandenburg und Thüringen

 

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