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Presse und Publikationen

Bauernrechte sind Menschenrechte

Nachdem der Menschenrechtsausschuss der UNO Ende September diesen Jahres eine Erklärung verabschiedet hat, die die „Rechte der Bauern und anderer Menschen, die auf dem Lande arbeiten“ festgehalten hat, muss die Erklärung nun auf der gerade in Marrekesch stattfindenden UN-Generalversammlung verabschiedet werden um in den Katalog der „weichen“ Menschenrechte einzugehen. Die „Bauernrechte“ sind allerdings nur eine Empfehlung für die Ausrichtung der ländlichen Gesellschaftspolitik. Zunächst wendet sich die Erklärung den Verhältnissen in Entwicklungsländern zu. Leibeigentum, brutale Landvertreibung und Kinderarbeit sollen eingedämmt und Regierungen zum Handeln aufgefordert werden.

Das Evangelische Bauernwerk spricht sich gegen menschenunwürdige Verhältnisse aus und setzt sich für die Gleichheit aller Menschen ein. Das Bauernwerk begrüßt, dass durch diese Erklärung die Rechte der ländlichen Bevölkerung weltweit als Menschenrecht verankert werden und Staaten zum Handeln aufgerufen sind. Menschenrechte sind universell, unabdingbar und unteilbar.

Zur Erklärung gehören neben den bürgerlichen Freiheitsrechten auch sogenannte „neue Rechte“, wie z.B. das Recht auf Land, auf Saatgut, auf die eigene Wahl der Produktionsmethoden, auf kulturelle Ausdruckformen, auf traditionelles Wissen, auf Partizipation und auf eine intakte Umwelt. Diese Aspekte sind auch für europäische Verhältnisse relevant.

Ein gesellschaftspolitischer Ansatz, der nicht Strukturwandel, neue Technologien und Wachstum in den Mittelpunkt stellt, sondern von den Rechten der Menschen ausgeht ist ein menschlicher Ansatz, dem als Christen unsere Sympathie gehört.


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