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Presse und Publikationen

Bundesverdienstorden für Ulrike Siegel auf der Mitgliederversammlung des Bauernwerks

Verleihung des Bundesverdienstordens an die Vorsitzende des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg Ulrike Siegel aus Brackenheim-Botenheim

Gelebtes Vorbild kultureller Identität für den Ländlichen Raum

„Eine moderne Frau vom Land mit unermüdlichem Einsatz und Vorbildcharakter“ so bezeichnete die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstordens an Ulrike Siegel, die Vorsitzende des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg, bei deren Mitgliederversammlung am 27. November 2010 in Oberensingen (Landkreis Esslingen).

Die Staatssekretärin betonte, dass die bäuerlichen und christlichen Wurzeln den Werdegang von Ulrike Siegel geprägt hätten. Als Meisterin sowohl der Landwirtschaft sowie der Ländlichen Hauswirtschaft auf dem familieneigenen Betrieb wie auch als Agraringenieurin habe sie alle Facetten des bäuerlichen Arbeitens und Lebens kennen gelernt. Trotz vieler Auslandsaufenthalte in Amerika, Asien und Afrika sei sie stets ihrer Heimat treu geblieben. Als Vorsitzende des Evangelischen Bauernwerks zeige sie Engagement für die besonderen Belange der Bäuerinnen und Bauern in heutiger Zeit. „Sie erheben mutig und mit vollem Einsatz die Stimme für die Bauernfamilien und suchen gleichzeitig den Dialog mit den Verbrauchern und der Gesellschaft.“, so die Staatssekretärin.

Als Herausgeberin verschiedener Bücher über das Leben von Bäuerinnen und Bauerntöchter habe Ulrike Siegel einen neuen Generationendialog in Gang gesetzt.

„Das Bild der Bäuerinnen ist heute ganz anders als noch vor einigen Jahrzehnten. Frauen auf dem Hof sind moderne Unternehmerinnen und Familienmanagerinnen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Tag für Tag unter Beweis stellen“, sagte Gurr-Hirsch. Mit ihren Büchern gebe Ulrike Siegel einen spannenden und eindrucksvollen Einblick in Lebenswege auf dem Lande.

Für die Leitung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg nannte der Heilbronner Regionalbischof, in dessen Region die Bauernwerksvorsitzende wohnt, Prälat Hans-Dietrich Wille, Ulrike Siegel ein Vorbild gelebter kultureller Identität für den ländlichen Raum.

Bei allen persönlich erlebten Schwierigkeiten in der eigenen Familie, habe sie jeweils Knotenpunkte für ein Netzwerk ehrenamtlicher Arbeit in Kommunalpolitik als Gemeinderätin, in der Kirche vor Ort als Kirchengemeinderätin und im Evangelischen Bauernwerk an vielen Stellen der Bildungs- und diakonischen Arbeit gesetzt. „Sie haben ländliche Lebenswelten in einer Zeit, die der Landwirtschaft immer stärker entfremdet ist, deutlich gemacht mit ihren Büchern über die besondere Prägung bäuerlicher Sozialisation.“ Die Evangelische Landeskirche sei stolz auf solch ehrenamtliche Menschen, die sich mit ganzem Einsatz für gelebten Glauben, aber auch überzeugendes diakonisches und politisches Handeln einsetzten.

Die Präsidentin des Landfrauenverbandes Württemberg-Baden und Vizepräsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, Hannelore Wörz, betonte in ihrem Grußwort, dass Ulrike Siegel als Landfrau ein Bindeglied in einer langen Kette des Engagements von Nord nach Süd und Ost nach West über die ganze Fläche der Bundesrepublik sei, weil sie mit ihren Büchern Empfindungen von Frauen aus der Landwirtschaft eingefangen hätte und zu einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch beitragen habe.

Der stellvertretende Vorsitzende des Evangelischen Bauernwerks, Bernd Kraft, lobte in seinem Grußwort das besondere zeitliche und inhaltliche Engagement von Ulrike Siegel als Bauernwerksvorsitzende. So setze sie nicht nur in Hohebuch, am Standort der kirchlichen Bauernarbeit, sondern auch gegenüber der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und bundesweit als Vertreterin des Evangelischen Bauernwerks im Ausschuss der Evangelischen Dienste auf dem Lande (EDL) sowie im Agrarbündnis für die Menschen der Landwirtschaft ein.

Ulrike Siegel ist seit 1985 Mitglied im Ausschuss des Evangelischen Bauernwerks, dem obersten Entscheidungsgremium des Evangelischen Bauernwerks, seit 1991 stellvertretende Vorsitzende und seit 2003 Vorsitzende des Evangelischen Bauernwerks. Zuvor hat sie Jahrzehnte lang im örtlichen Bezirksarbeitskreis Brackenheim-Besigheim sowie im Arbeitskreis internationale Landwirtschaft (AKIL) mitgewirkt. Über die bäuerlichen Wurzeln der Kindheit als Prägung für das ganze Leben hat sie mehrere Bücher herausgegeben.

Dr. Clemens Dirscherl
Waldenburg-Hohebuch, 29.11.2010














Porträt Ulrike Siegel


Bildunterschrift: Gratulation an die Vorsitzende Ulrike Siegel aus Brackenheim-Botenheim zu ihrer Verleihung des Bundesverdienstordens (v.l.n.r.): die Präsidentin des Landfrauenverbands Würrtemberg-Baden Hannelore Wörz, der Heilbronner Prälat Hans-Dietrich Wille, Ulrike Siegel, Staatssekretärin Friedlinde Gurrhirsch und der stellv. Vorsitzende des Evangelischen Bauernwerks Bernd Kraft


Bildunterschrift Foto 3: Die Mitglieder des Arbeitskreises Internationale Landwirtschaft gratulieren Ulrike Siegel musikalisch mit einem Ständchen.


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