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Presse und Publikationen

SWR und Evangelisches Bauernwerk gemeinsam gegen Hunger

Vorpremiere und Diskussion zum Dokumentarfilm „Hunger“

Setzingen. Die Premiere des Fernsehfilms „ Hunger“ lockte am 9.10.2010 über 250 Besucher in die Birkenfeldhalle in Setzingen bei Langenau. Eingeladen hatte das Evangelische Bauernwerk in Württemberg e.V., der Evang. Entwicklungsdienst und die Evang. Kirchengemeinden Setzingen und Langenau.

Der Arbeitskreis Ulm und die Landfrauen hatten mit einem kleinen Imbiss und herbstlicher Dekoration die Halle einladend gestaltet. Nach einem flotten Auftakt durch die „Set-Singers“, einem örtlichen Projektchor, begrüßte Bürgermeister Hans Frölich, der selbst Bauernwerksmitglied und seit Jahrzehnten im Arbeitskreis Internationale Landwirtschaft aktiv ist, die Gäste . Die Vorsitzende Ulrike Siegel wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass den Bäuerinnen und Bauern in der Welternährung eine Schlüsselrolle zukommt und freute sich über die Zusammenarbeit mit dem SWR.

Das Filmteam zeigte in zwei Filmausschnitten am Beispiel von Indien und Brasilien die Realität der heutigen Landbewirtschaftung wie sie gegensätzlicher nicht sein kann. Diese erscheint in Indien teilweise noch sehr kleinbäuerlich und rückständig, in Brasilien dagegen in riesigen agroindustriellen Dimensionen mit modernster Technik. Dabei kommen in dem Film die Bauern selbst zu Wort und stellen ihre Situation und Probleme authentisch dar. Im Filmabschnitt über Indien wirkt auch Dr. Suman Sahai mit. Sie war selbst in Setzingen anwesend und berichtete über ihren Einsatz für den Erhalt der alten Reissorten in ihrer Heimat durch die Initiative Genecampaign.

In den anschließenden Interviews und auf dem hochkarätig besetzten Podium wurde die Problematik und Dimension des Hungers diskutiert. Auf dem Podium waren Frau Dr. Suman Sahai von der Genecampaign , Frau Karin Steinberger, Journalistin der Süddeutschen Zeitung und Autorin des Films, Frau Maria Heubuch, Bäuerin und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft und Herr Dr. Andrea Fadani von der Eiselen-Stiftung des Ulmer Museums für Brotkultur. Dr. Rudolf Buntzel vom Evang. Entwicklungsdienst und Bezirksbauernpfarrer Wolfgang Krimmer moderierten den Austausch der Experten und die Fragen und Beiträge aus dem Publikum.

Bei den Zuschauern löste der Film Betroffenheit und die Frage aus: „Was kann man denn überhaupt ausrichten gegen die Übermacht großer Konzerne, die nicht nur die Produktion, sondern auch die Rechte auf Saatgut kontrollieren?“ Es wurden aber auch Antworten und Lösungsansätze gefunden: Frau Dr. Sahai und Frau Heubuch waren sich einig, dass Nahrung dort produziert werden soll, wo sie benötigt und gegessen wird. Das Schlagwort der Ernährungssouveränität fiel mehrfach. An diesem Punkt liege auch die Macht des Verbrauchers, der durch seine Nachfrage das Angebot bestimme. Dazu sei intensive Aufklärung notwendig, die dieser Film sicherlich anstößt.

Nach weiteren Beiträgen des Chors und einem besinnlichen Wort auf den Weg durch die Ortspfarrerin Birgit Oehme endete dieser beeindruckende Abend.

Er war der Auftakt zum Film „Hunger“, der ab dem 25.Oktober mehrfach in verschiedenen Sendern ausgestrahlt wird.

  Foto ( v.l.n.r.): Maria Heubuch (AbL), Dr. Andrea Fadani (Eiselen-Stiftung), Dr. Rudolf Buntzel (eed), Wolfgang Krimmer, (Bezirksbauernpfarrer), Dr. Suman Sahai (Genecampaign), Karin Steinberger (Süddeutsche Zeitung)

Link zum Artikel der Südwestpresse zur Veranstaltung (hier klicken).


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