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Landesbauernpfarramt

Das Landesbauernpfarramt ist eine landeskirchliche Pfarrstelle für die Arbeit mit Bäuerinnen und Bauern und in Hohebuch angesiedelt. Auf dieser Seite erfahren Sie etwas über Landesbauernpfarrer Dr. Jörg Dinger und über seine nächsten Vortrags-, Gottesdienst- und Seminartermine. Außerdem können Sie die Texte seiner Predigten und Vorträge abrufen, und Sie finden jeweils eine Besinnung zum Monat.

Pfarrer Dr. Dinger stellt sich vor:

Bevor ich im Oktober 2008 diese spannende und schöne Pfarrstelle übernahm, war ich 13 Jahre Gemeindepfarrer in Oberstetten (Dekanat Weikersheim, Main-Tauber-Kreis), dort auch einige Jahre zuständig für die kirchliche Bauernarbeit im Dekanat.
Meine Lebensstationen: Geboren 1960 in Heilbronn, aufgewachsen in Sulzbach/Murr und Murrhardt, Zivildienst in Schwäbisch Hall, Theologiestudium in Tübingen, Zürich und Heidelberg, Promotion über die Wirkungsgeschichte der Theologie Dietrich Bonhoeffers, Vikariat in Buchenbach/Jagst, Pfarrer z.A. in Marbach/Neckar. Mit meiner Frau lebe ich in Künzelsau.

Als Landesbauernpfarrer halte ich nach Anfrage im Bereich der ganzen Landeskirche Gottesdienste und Vorträge und wirke mit bei Podiumsdiskussionen. Jeweils mit einem Bezirksarbeitskreis des Evangelischen Bauernwerks gebe ich die Materialien für den Erntebittgottesdienst in den Gemeinden der Landeskirche heraus. Zu dem, was meine Arbeit so interessant macht, gehören auch die vielfältigen Kontakte – zu Bäuerinnen und Bauern, zu Verbänden, zur Politik, zu kirchlichen Gruppen. Als Leiter der Heimvolkshochschule Hohebuch bin ich – neben der Gesamtverantwortung für das Programm und die Mitarbeitenden – auch in Seminaren tätig (Altschülertreffen, Bibelwoche, Tagung der Bezirksbauernpfarrer/innen, Bauernschulkurse).
Meine Themen: Erntebitte und Erntedank, Schöpfungstheologie, Wertschätzung von Lebensmitteln, Leben und Kirche sein im ländlichen Raum, ethische Fragen rund um die Landwirtschaft, 10 Gebote, Vaterunser, Dietrich Bonhoeffer …
Wenn Sie mich als Referenten oder Prediger einladen oder als Seelsorger sprechen möchten, rufen Sie einfach an:


Besinnung zum Monat August 2010


Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Epheser 5, 8+9; Wochenspruch zum 8. Sonntag nach Trinitatis)


Im Laufe dieses Monats werden die Tage deutlich kürzer. Vor allem am Abend wird man das spüren, trotz Sommerzeit. Viele sagen mir auch, wenn die Weizenfelder erst einmal abgeerntet seien, beginne es für sie herbstlich zu werden. Was hat uns da der Spruch über das Licht zu sagen?


Auf der anderen Seite ist der August zusammen mit dem Juli der Sommermonat. Wir nutzen das Tageslicht aus, so gut es geht: zum Einbringen der Ernte in Feld und Garten, zum Bearbeiten der abgeernteten Böden – aber auch für Freizeitaktivitäten, Feste, Urlaub. Nicht zu vergessen: für Gottesdienste unter freiem Himmel.


Hatten wir in den vergangenen Monaten an dieser Stelle über das Wasser nachgedacht und das tägliche Brot, so ist nun das Licht dran. Das Licht als erstes Werk des Schöpfers, ohne das es keine weiteren gäbe. Das Licht der Sonne, das wärmt und bisweilen brennt, ohne das nichts keimen würde, austreiben, grünen, blühen, reifen. Das Licht, das uns sehen lässt, Orientierung ermöglicht – es sei denn, es wird zu grell und blendet uns.


Für die Bibel ist Gott bzw. Jesus das Licht der Welt: Leben, Wärme, Orientierung. Und wir als Christen sind „Kinder des Lichts“. Menschen, die von Gott angestrahlt werden und etwas von dem Licht reflektieren. Menschen, die darauf vertrauen, dass bei Gott „lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit“ ist. Trotz aller Ereignisse in der Welt und Zweifel in uns drinnen, die uns dieses Vertrauen bisweilen schwer machen.


Wenn wir in diesen Wochen die Früchte unserer Arbeit und von Gottes Segen einbringen dürfen, wenn wir uns wenigstens einige Tage auch erholen können am Strand, auf dem Fahrrad, in den Bergen oder zu Hause – vielleicht kann all das unser Vertrauen stärken, dass Gott es gut meint mit uns und seiner ganzen Schöpfung, und uns wird bewusst, welch großartiges Geschenk es ist zu leben, zu leben als Söhne und Töchter Gottes, als Kinder des Lichts. Die Gottes Güte wahrnehmen, für sich persönlich annehmen und davon weitergeben. Jetzt, im Sommer, auch wenn der gerade Pause macht, und später, wenn es dann herbstlich wird.


Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.

Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.

Dank für die Lieder, Dank für den Morgen,

Dank für das Wort, dem beides entspringt.


(EG 455, 1; Jürgen Henkys nach dem englischen „Morning has broken“)


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